Meine dreitägige Tour zum Uluru  und retour ist beendet. Dieser Teil meiner Australienreise ist der, auf den ich mich am meisten gefreut habe. Ja ich weiß „Was ist mit den schönen Stränden?“.. Ich kann euch nur sagen, dass mich der Ayers Rock schon in der Hauptschule interessiert hat, denn da kam er im You&Me – also im Englischbuch vor. Jetzt hab ich es endlich geschafft und ihn gesehen. Wie die Tour genau war erfährst du natürlich hier auf travel abroad. ☺️

Hallo ihr Lieben 😊

Wie schon soeben erwähnt war ich die letzten Tage wieder im Outback unterwegs. Beim Uluru, Kata Tjuta und im Kings Canyon um genau zu sein. Unterwegs war ich dieses mal mit dem Tour-Veranstalter Mulgas Adventures.

Tag 1 Uluru (Ayers Rock)

Los ging es an unserem ersten Tag bereits um 6:00 Uhr. Ich war schon ein bisschen nervös weil der Bus einfach nicht gekommen ist und dann kam dieses rosa Monster:

Bus

Ihr kennt mich, ich war schockiert. Unser vorheriger Bus war bequem und relativ neu. Jetzt stand dieses rosarote Etwas vor mir. Dennoch habe ich auch diesen Bus in den letzten Tagen lieben gelernt.

Nach knapp fünf Stunden Fahrt und drei kurzen Pausen sind wir auch schon direkt beim Uluru angekommen. Der erste Blick war wirklich atemberaubend.

Uluru

Sieht er nicht überwältigend aus?

Zum Glück war es an diesem Tag ziemlich kühl (zumindest für das Outback) – es hatte um die 30 Grad. Der Uluru Base Walk (10.6 Kilometer) war daher ziemlich gemütlich und man hatte wirklich viel Zeit sich umzuschauen. Die Anweisung die wir für den Rundweg von unserm Tourguide Scraffy erhalten haben war folgende: „It’s snake-season! If you see a snake just stop and let her pass the road.“ Das hat mich natürlich wieder super entmutigt, besser gesagt, ich bin mega paranoid um den Uluru gestampft. Gestampft, weil die Schlangen ja die Vibrationen erfühlen können und ich einfach glaube, dass sie dann dort bleiben wo sie sind und mich nicht unbedingt kennenlernen möchten.

Base Walk

Lou hab ich auf dieser Tour kennen gelernt. Sie ist Au Pair in Sydney und ist noch bis Dezember in Australien unterwegs.

 

Der Base Walk war sehr schön. Leider sind wie ihr gut sehen könnt die Fotos nicht recht besonders geworden, der es ziemlich bewölkt war.

Kurz vor Sonnenuntergang haben wir uns dann auf den Weg zu einem Parkplatz gemacht, von dem man super die Wirkung der untergehenden Sonne auf den Uluru beobachten konnte.

Uluru

Unser Lager für die Nacht war erstaunlich groß. Ich glaube, dass sogar so ziemlich alle Touristengruppen die am Ayers Rock waren dort genächtigt haben. Jede Gruppe hatte natürlich ihr eigenes „Küchenzelt“ aber wir teilten immerhin Duschen und Toiletten (die saubersten die ich übrigens im Outback bis jetzt gesehen habe!). Natürlich haben wir auch diese Nacht wieder in Swags verbracht. Und wie schon zu erwarten bin ich auch diesen ersten Abend der Tour wie tot in den Swag gefallen. Ja, Busfahren und Wandern sind anstrengend. 😅

Swags

Wenn man dieses Swag öffnet legt man den Schlafsack hinein und hofft dass in der Nacht keine Tierchen vorbeischauen 😉

Tag 2 Kata Tjuta

Der zweite Tag der Tour oder aber auch der beste Tag den ich bis jetzt auf meiner Reise hatte.

Der Uluru war ja schon ganz cool, aber diese Wanderung war der ober-mega-Hammer. Nein, ich übertreibe nicht. Tagwache war erneut relativ früh: Um 4:00 Uhr holte uns unser Tourguide Scraffy mit mehr oder weniger lauter Musik aus den Federn. Nach einem schnellen Marmeladensandwich ging es mit langer Hose, Buffy, T-Shirt, Longsleeve, Pullover, Trailrunners und Kappe in den Bus. Für australische Outback-Verhältnisse war es an diesem Morgen mit 14 Grad bitterkalt, und es war wirklich ziemlich kalt!

Sunrise

Warum wir so früh aufstehen mussten? Scraffy wollte uns den Sonnenaufgang im Kata Tjuta Nationalpark zeigen. Das Highlight daran war, dass wir ganz alleine dort waren. Die anderen Touristengruppen waren alle beim Sonnenaufgang am Uluru. Nach einem kurzen Aufstieg sind wir also auf den Felsen gesessen und haben diesen wunderschönen Sonnenaufgang in kompletter Stille im Valley of the Winds gesehen. Großartig.

Nach dem Sonnenaufgang ging unsere eigentliche Wanderung los und Scraffy erklärte uns an einigen Stellen erneut vieles über die Aborigines, deren Länderaufteilung, Sprachen und Bräuche. Die Kata Tjutas werden von den Aborigines als „Männergebiet“ gesehen, das heißt soviel wie: Eine Frau darf ein Männergebiet nur betreten, wenn sie mit gesenktem Kopf eintritt und auch nur wenn sie zum Beispiel Nahrung bringt. Das hört sich jetzt ganz schlimm an, aber umgekehrt ist es genauso. Männer dürfen Frauengebiete nicht betreten. Heute ist das natürlich etwas anders. Dennoch gibt es am Uluru und Kata Tjutas stellen wo die männlichen aber auch die weiblichen Aborigines nicht hinsehen dürfen. Aborigines die als Tourguides arbeiten lassen diese Teile der Uluru-Tour sogar aus, weil sie die Frauengebiete nicht betreten oder ansehen dürfen.

Kata Tjuta

Hier noch vorm Aufstieg..

 

Kata Tjuta

.. und hier der Ausblick von oben

Die ganze Wanderung ist 7.4 Kilometer lang. Bis auf das Ausschau halten nach gefährlichen Schlangen und dem letzten steilen Aufstieg war es sehr entspannend.

Zum Lunch fuhren wir zurück ins Camp. Es gab Kamelburger. Ja richtig gelesen wir haben Kamel zu Mittag gegessen.

Kamelburger

Naja eigentlich war es kein Burger sondern ein Sandwich aber immerhin. Geschmeckt hat es übrigens kein bisschen anders als Huhn.

Danach ging es auf einer 3,5 Stunden langen Fahrt zum Nachtlager in der Kings Canyon Station. Den Abend verbrachten wir mit Känguru-Steaks, einem traumhaften Sonnenuntergang, Lagerfeuer, Tim Tams und Portwein.

Sonnenuntergang

Der Sonnenuntergang vom Camp aus

Tag 3 Kings Canyon

Der dritte und letzte Tag, die Zeit ist diesesmal wirklich wie im Flug vergangen, und das obwohl wir jeden Tag um 4 Uhr aufstehen mussten. So auch am dritten Tag der Tour. Scraffy hatte uns schon am Vortag vor unserer heutigen Wanderung im Kings Canyon gewarnt. Die ersten Meter sind quasi nur Höhenmeter und er nennt den Abschnitt auch Herzinfarkt-Stufen. Zum 125. Mal ist er mit uns da rauf gegangen. Ganz so schlimm war es nun aber doch nicht. Wir haben zwar alle schwer geatmet aber wir sind ohne Bedenken nach 20 Minuten oben angekommen. Die Aussicht war grandios.

Kings Canyon

Die 8 Kilometer lange Wanderung war generell sehr schön, aber auch die anstrengendste der drei Tage.  Hier ein paar Impressionen:

Kings Canyon

Kings Canyon

Kings Canyon

Kings Canyon

Kings Canyon

Knapp vorbei an den Schluchten des Canyon, durch den Garten Eden und nach gefühlt 1000 Höhenmetern sind wir dann um halb 12 wieder beim Bus angekommen. Zum Lunch ging es zurück ins Camp und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg nach Alice Springs.

Es waren sehr interessante, lehrreiche, wunderschöne und sportliche drei Tage im Outback. Unser Tourguide Scraffy war zwar zu 100% anders als Tourguide Rhett von der letzten Tour, aber er hatte enormes Wissen über die Aborigines und erklärte und die Verwendung udn Wirkung von sehr vielen Pflanzen. Auch wenn unser Bus wohl der älteste war den ich unter den ganzen Touristenbussen gesehen habe, wir hatten eindeutig den Vorteil eines erfahrenen Tourguides der alles wusste was wir wissen wollten (und ziemlich sicher sogar noch mehr). Einige Teilnehmer anderer Touren hatten dieses Privileg nicht.

Tourguide

Unser Tourguide Scraffy

Falls ihr euch wegen der Farben der Fotos wundert. Es ist wirklich so rot hier. Ich konnte es selbst nicht glauben. Meine Füße werden wahrscheinlich auch noch länger diesen Farbton behalten! 😉 Drei Tage reichen übrigens um knapp 200 Fotos von roten Steinen zu machen. 😅😂

Outback

Unglaublich diese Farbe. Also der Sand nicht meine weißen Füße. 😛

Mein Tipp: Wenn du nach Australien fährst dann lass auf keinen Fall das Outback aus und schau dir die Nationalparks im Northern Territory an!

Das wars auch schon von mir. Am Donnerstag geht es per Flug an die Ostküste. Um genau zu sein nach Cairns. Ich freu mich unheimlich auf das Meer und den Sand zwischen meinen Zehen.

Über Hostel-Empfehlungen für die Ostküste freue ich mich unheimlich, die enorme Auswahl macht mir nämlich ein bisschen zu schaffen. 😅

Alles Liebe,

Kerstin

 

 

 

Ps: Falls ihr euch für die Tour interessiert, hier findet ihr Mulgas Adventures im Netz: Mulgas Adventures Uluru Trip  Der Preis der Tour liegt übrigens bei 390 A$ (Stand 17. Oktober 2017)

Mehr zu lesen findet ihr hier:

Australien – die Pläne meiner 11-wöchigen Reise

Tag 2 in Darwin oder: Angriff des Krokodils

✨ Australien – Infos für deine Reise

Tag 3 & 4: Singapur und die Reise nach Australien

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